323 Stollen. Bauliche Relikte nationalsozialistischer Zwangsarbeit unter Wiens City

Thomas Keplinger

323 Stollen. Bauliche Relikte nationalsozialistischer Zwangsarbeit unter Wiens City

Zwangsarbeit. Band 2

39,90 *

  • in Herstellung
  • ISBN 978-3-7065-6409-0
  • ca. 242 Seiten, broschiert

Zwangsarbeit unter der „Inneren Stadt“

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Zwangsarbeit unter der „Inneren Stadt“

Anfang November 1943 übernahm das Stadtbauamt die Arbeiten am Schutzraumnetz „Innere Stadt“. Der dringende Ausbau dieser Luftschutzanlage, die hunderttausenden Menschen Schutz- und Fluchtmöglichkeiten bei Luftangriffen bieten sollte, erforderte den Einsatz hunderter Arbeitskräfte. Osteuropäische Zivilarbeiter*innen sowie italienische Militärinternierte und Zwangsarbeiter*innen verschiedener Nationen, die aus der Rüstungsindustrie abgezogen wurden, mussten bis Kriegsende im Untergrund der Wiener City Arbeiten zur Herstellung des Schutzraumnetzes verrichten. Während man die italienischen Militärinternierten in einem eigens eingerichteten Lager in der Inneren Stadt unterbrachte, lebten die Zivilarbeiter*innen in Lagern außerhalb des ersten Bezirks. In diesem Band erfahren Sie grundlegendes Wissen zur Organisation der städtischen Zwangsarbeit und dem Zusammenspiel mit der Deutschen Arbeitsfront in der Verwaltung der Lager. Trotzdem die Aktenbestände der für den „Arbeitseinsatz“ zuständigen Unterabteilung G 45 AE der Hauptabteilung für Bauwesen (wahrscheinlich) nicht mehr existieren, gelang ein vertiefter Einblick in die Lager X und 20-O sowie das Kriegsgefangenenlager K 1. Einen besonderen Rechercheerfolg stellt die namentliche Feststellung von mehr als 400 Zwangsarbeiter*innen dar, die in den Lagern 20-O und K 1 einquartiert worden waren.

Thomas Keplinger
323 Stollen. Bauliche Relikte nationalsozialistischer Zwangsarbeit unter Wiens City
Zwangsarbeit. Band 2
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  • 39,90 *
  • ISBN 978-3-7065-6409-0
  • ca. 242 Seiten, broschiert
  • Erscheinungstermin: 31.10.2025
  • in Herstellung
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Thomas Keplinger studierte Geschichte an der Universität Wien und beschäftigt sich seit mehr als 15 Jahren mit unterirdischen Gefilden, hauptsächlich Kellern, Stollenanlagen, Bunkern und anderen Luftschutzanlagen. Seit einigen Jahren betreibt er das Unterirdisch-Forum, das sich den Themen Unterirdisches, Geschichte und Technik widmet. Auf seiner Dokumentations-Website „Worte im Dunkel“ zeigte Keplinger zwischen Herbst 2019 und Frühjahr 2022, welche schriftlichen Hinterlassenschaften an verschiedenen unter- aber auch oberirdischen Orten Österreichs noch heute zu entdecken sind. Seit Jänner 2021 schreibt er in unregelmäßigen Abständen Artikel für das Wien Museum Magazin – darunter befinden sich Beiträge über den Flakturm in der Stiftskaserne, die Wiener Kanalisation oder auch die ehemalige Skischanze am Cobenzl sowie das Beatrixbad.